Wir wünschen euch ein frohes und gesundes neues Jahr! 🍀

Gestern, noch ordentlich durchgepustet und leicht fröstelnd, sind wir nach den leckeren Burgern aufs Zimmer gegangen, um den abendlichen Blogeintrag zu schreiben und die vielen Bilder von und mit der Brockenbahn zu sortieren.
So schön gemütlich im Hotelzimmer. Und warm.

Der Plan sah vor, dass wir uns mit drei Schichten warmer Klamotten einpacken, um passend zur Mitternacht auf der Achtermannshöhe zu sein. Dafür wäre eine Wanderung von ca. einer Stunde nötig gewesen. Eigentlich nicht weiter wild. Doch der Eindruck, den wir mit zunehmender Höhe von den Wanderwegen bekamen, in Verbindung mit den Warnungen vor Sturmböen, ließ uns zweifeln, ob wir wirklich nochmal raus und da hoch wollten.
Nein, wollten wir nicht. Abenteuer ja, gerne, aber im Dunkeln über vereiste Wege zu gehen, war uns doch zu heikel. Also sind wir auf unserem Zimmer geblieben. Gegen 21:30 Uhr fing es draußen an zu böllern. Ab und zu hatten wir in den vergangenen Tagen vereinzelte Knaller gehört. Das jetzt kam hauptsächlich von der gegenüberliegenden Jugendherberge – wahrscheinlich für die kleinsten Gäste, die nicht bis Mitternacht durchhalten.
Als es dann null Uhr schlug, haben wir mit einem Prosecco angestoßen und dem örtlichen Feuerwerk zugeschaut. Ein unaufgeregter und ruhiger Übergang ins Jahr 2025.

Heute Morgen sind wir nach einem schönen Frühstück ausgecheckt. Das Hotel Brockenscheideck können wir absolut empfehlen. Das Team ist freundlich und hilfsbereit, unser Zimmer war schön groß und gemütlich. Die Lage ist für jede Art von Freizeitspaß eine gute Basis.
Wie immer hatten wir auch für heute einen Plan, der sogar eins zu eins aufging. Nun ja, fast. Eigentlich hätten wir gerne an der Grubenfahrt im Kerzenschein des Grubensteiner Stollens  teilgenommen, aber leider konnten wir keine Plätze mehr ergattern.
Trotzdem wollten wir irgendwie „in den Berg rein“ und haben daher die Baumannshöhle in Rübeland besucht. Eine richtig große und schöne Tropfsteinhöhle und sogar die älteste Schauhöhle in Deutschland! Ein Highlight der Höhle ist der sogenannte Goethesaal. Namensgeber war tatsächlich Wolfgang von Goethe, der diese Höhle mehrfach besuchte. Hier gibt es sogar eine Bühne, die für verschiedene Zwecke genutzt wird. Man stelle sich z. B. „Die Eiskönigin“ als Theateraufführung in so einer Kulisse vor. Wow. 🤩😍
Leider durften wir aus verschiedenen Gründen in der Höhle keine Bilder machen. Wer dennoch einige Impressionen haben möchte oder gar selber den Besuch plant, dem sei die offizielle Seite der Baumannshöhle ans Herz gelegt.

Nach knapp einer Stunde war die Führung vorbei, und auch diese können wir bedenkenlos empfehlen. Der junge Mann hat die Informationen rund um die Höhle, ihre Bewohner und Tropfsteine gut und lebhaft vermittelt und ist auf die Gruppe eingegangen, ohne dass es langweilig wurde. Zudem hatte er die Möglichkeit, während des Erzählens das Licht zu steuern, das ohnehin sehr gelungen platziert war. Ein tolles Erlebnis! Im Goethesaal gab es darüber hinaus eine kleine Lichtshow mit Musik.

Nun aber nach Hause. Oder?
Die Rappbode-Talsperre ist nicht so spannend, und über die TitanRT will ich ja nicht. Hängebrücke und so – ihr wisst, das ist nicht meins. 😄🫣 Aber wenn wir schon mal in der Ecke sind, fahren wir trotzdem hin, um vom sicherem Boden aus die Brücke anzuschauen. Sowohl die Hängebrücke als auch der Aussichtsturm hatten geöffnet – zwar ohne Personal, da man alles per Automat regeln konnte –, aber bei dem Sturm hatten wir ohnehin nicht wirklich damit gerechnet.
Marco war im Sommer auf einer seiner Mopedtouren bereits hier und ist (natürlich) auch über die Brücke gelaufen. Deswegen bekommt ihr zeitlich etwas gemischte Bilder für den Gesamteindruck. 🤗
Damit waren wir aber wirklich durch mit dem, was wir sehen und erleben wollten, und es ging heimwärts.

Fazit:
Manchmal kommt es eben anders. Erst mit unseren London Plänen, dann mit unserem Vitara und schließlich lief auch im Harz nicht alles so, wie wir uns das ausgemalt hatten. Aber wie heißt es so schön: Reicht dir das Leben eine Zitrone, mach Limonade draus. Unsere „Urlaubslimonade“ hat fantastisch geschmeckt und wir nehmen wieder tolle Erinnerungen mit nach Hause. Vielleicht kommen wir bei wärmeren Temperaturen nochmal zurück. Es gibt hier noch viel zu entdecken!

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